Für Betroffene

Hilfe von Betroffenen für Betroffene

Diese Seite bietet Informationen zur SLC6A1 bedingten neuronalen Entwicklungsstörung, ihren Symptomen und der Diagnostik von Betroffenen.

Das Ziel ist es, Betroffenen sowie deren Angehörigen ein besseres Verständnis dieser Erkrankung zu vermitteln und sie in ihrem Alltag zu unterstützen.

Diese Informationen können allerdings niemals eine ärztliche Einschätzung ersetzen und dienen lediglich zur Information.

Häufig fällt zuerst die Entwicklung auf — bei vielen Kindern schon, bevor der erste Anfall auftritt. Die Anfälle zeigen sich oft als kurze Aussetzer, bei denen das Kind ins Leere starrt (Absencen), als Zuckungen (myoklonische Anfälle) oder als plötzliche Stürze durch einen Spannungsverlust der Muskeln (atonische Anfälle oder Sturzanfälle).

Viele Familien bekommen zuerst eine Beschreibung des Anfallsbildes — etwa ein Doose-Syndrom, eine myoklonisch-astatische Epilepsie oder eine frühkindliche Absence-Epilepsie. Das ist richtig so: Diese Diagnosen beschreiben, welche Anfälle ein Kind hat, nicht, woher sie kommen. Die Fachgesellschaft empfiehlt bei diesen Anfallsformen zusätzlich eine genetische Untersuchung für alle Kinder und nennt SLC6A1 dort als eines der Hauptgene.

Was es an Behandlungsmöglichkeiten gibt, haben wir auf der Seite Behandlungsmöglichkeiten zusammengetragen.

Weitere Informationen zu SLC6A1

Noch keine Diagnose? Womit es oft anfängt

Diese Seite ist auch für Familien, die noch keine Diagnose haben und nur wissen, dass mit ihrem Kind etwas anders ist.

Mein Kind entwickelt sich langsamer als andere. Ist das noch normal?

Wenn Sie sich diese Frage stellen, ist sie berechtigt. Eltern spüren früh, dass etwas anders ist, und liegen damit meistens richtig.

Eine Entwicklungsverzögerung kann viele Ursachen haben. Eine davon liegt in einem einzelnen Gen. Bei der SLC6A1-bedingten Entwicklungsstörung ist genau das der übliche Anfang: Zuerst fällt die Entwicklung auf — das Kind spricht spät oder nur wenige Wörter, lernt spät laufen, wirkt schlapp oder in der Muskelspannung schwächer als andere Kinder. Anfälle kommen, wenn überhaupt, oft erst Jahre später dazu.

Sie haben nichts falsch gemacht. Diese Erkrankung entsteht durch eine Veränderung im Erbgut, nicht durch etwas, das Eltern getan oder unterlassen haben.

Mein Kind ist unruhig, wütend oder schläft schlecht. Ist das Erziehung?

Nein. Auffälligkeiten im Verhalten gehören bei SLC6A1 zum Bild der Erkrankung.

Beschrieben werden autistische Züge, außerdem Unruhe und Aufmerksamkeitsprobleme, Aggression, Ängstlichkeit und Schlafstörungen. Das ist keine Erziehungsfrage, und es ist auch kein Zeichen dafür, dass in Ihrer Familie etwas schiefläuft.

Auf diese Frage hat niemand eine bessere Antwort als andere Eltern, die dasselbe erleben. Genau dafür gibt es unsere Austauschgruppen.

Wenn bei Ihrem Kind noch keine genetische Untersuchung stattgefunden hat, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Gerade die Diagnose erhalten?

Was die Diagnose SLC6A1 bedeutet, welche Schritte jetzt wichtig sind und wo Sie Unterstützung finden – übersichtlich für Familien zusammengestellt.

Erste Schritte nach der Diagnose

Register zum Selbsteintragen

Register sind ein zentraler Baustein für bessere Behandlung: Sie helfen Forschenden, Krankheitsverläufe zu verstehen, klinische Studien vorzubereiten und Betroffene schneller über neue Möglichkeiten zu informieren. Eintragen können Familien sich selbst.

Die amerikanische Elternorganisation SLC6A1 Connect vermittelt diese Register und führt das Patientenverzeichnis. Sie ist selbst kein Register.

Zusätzlich zu den internationalen Registern können Sie Ihre Kontaktdaten auch direkt bei SLC6A1 Deutschland hinterlegen, damit wir Sie gezielt informieren und besser vernetzen können.

Zur Kontaktdaten-Sammlung

Studien zum Teilnehmen

Anders als ein Register hat eine Studie Voraussetzungen für die Teilnahme und einen festen Ablauf.

Bereit zum Austausch?

Kontaktieren Sie uns jetzt, um das Netzwerk kennenzulernen und sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen.