Diese Seite ist auch für Familien, die noch keine Diagnose haben und nur wissen, dass mit ihrem Kind etwas anders ist.
Mein Kind entwickelt sich langsamer als andere. Ist das noch normal?
Wenn Sie sich diese Frage stellen, ist sie berechtigt. Eltern spüren früh, dass etwas anders ist, und liegen damit meistens richtig.
Eine Entwicklungsverzögerung kann viele Ursachen haben. Eine davon liegt in einem einzelnen Gen. Bei der SLC6A1-bedingten Entwicklungsstörung ist genau das der übliche Anfang: Zuerst fällt die Entwicklung auf — das Kind spricht spät oder nur wenige Wörter, lernt spät laufen, wirkt schlapp oder in der Muskelspannung schwächer als andere Kinder. Anfälle kommen, wenn überhaupt, oft erst Jahre später dazu.
Sie haben nichts falsch gemacht. Diese Erkrankung entsteht durch eine Veränderung im Erbgut, nicht durch etwas, das Eltern getan oder unterlassen haben.
Mein Kind ist unruhig, wütend oder schläft schlecht. Ist das Erziehung?
Nein. Auffälligkeiten im Verhalten gehören bei SLC6A1 zum Bild der Erkrankung.
Beschrieben werden autistische Züge, außerdem Unruhe und Aufmerksamkeitsprobleme, Aggression, Ängstlichkeit und Schlafstörungen. Das ist keine Erziehungsfrage, und es ist auch kein Zeichen dafür, dass in Ihrer Familie etwas schiefläuft.
Auf diese Frage hat niemand eine bessere Antwort als andere Eltern, die dasselbe erleben. Genau dafür gibt es unsere Austauschgruppen.
Wenn bei Ihrem Kind noch keine genetische Untersuchung stattgefunden hat, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.