Alltagshilfe

Unterstützung im Alltag

Diese Seite bietet einen ersten Überblick über verschiedene Möglichkeiten für den Alltag mit einem chronisch kranken Kind. Da die Angebote und Voraussetzungen je nach Bundesland und auch je nach Krankenkasse variieren können, empfiehlt sich eine ausführliche Beratung durch den Sozialen Dienst des SPZ, einen Pflegestützpunkt oder einen Sozialverband in Ihrer Umgebung.

Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann im Alltag helfen und praktische Tipps im Umgang mit der Erkrankung bringen. Kontaktieren Sie uns gerne.

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Leistungen und Hilfen im Überblick

Wenn die Kraft nicht reicht

Ein Kind mit einer seltenen Erkrankung zu begleiten, ist Arbeit. Jeden Tag, oft nachts, meist ohne Feierabend. Dass das an die Substanz geht, ist keine Schwäche und kein persönliches Versagen. Es ist messbar, und es geht vielen so.

In einer Befragung von Angehörigen von Kindern mit schweren Epilepsien hatte mehr als ein Drittel ausgeprägte depressive Beschwerden; Schlafmangel und eingeschränkte Arbeitsfähigkeit waren die Regel, nicht die Ausnahme.2 In der Forschung zu SLC6A1 ist der Bereich, der über die Zeit am deutlichsten nachgibt, ausgerechnet der der Familienbeziehungen.3

Was in denselben Untersuchungen hilft, ist unspektakulär und konkret: Entlastung bei der Betreuung, Zugang zu Therapien und Hilfsmitteln, und jemand, mit dem man reden kann.1

Wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr können:

  • Sprechen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt an. Das ist der kürzeste Weg zu Unterstützung, und niemand muss dafür einen Zusammenbruch abwarten.
  • Entlastungsangebote für pflegende Angehörige gibt es, und sie werden zu selten genutzt. Einen Überblick gibt die Seite Alltagshilfe.
  • Andere Eltern kennen das. Das ist, wofür es uns gibt: Schreiben Sie uns.

Wenn es akut ist und Sie sofort jemanden brauchen: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr erreichbar, kostenfrei und anonym. Die Nummern sind 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Im medizinischen Notfall 112, außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117.

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Quellen

  1. 1Goodspeed, Bichell u. a., Frontiers in Neuroscience 2023. https://doi.org/10.3389/fnins.2022.1026065 ↩
  2. 2Kim u. a., Pediatric Neurology 2026. https://doi.org/10.1016/j.pediatrneurol.2026.06.001 ↩
  3. 3Dahshi u. a., Pediatric Neurology 2024. https://doi.org/10.1016/j.pediatrneurol.2024.03.030 ↩